Der „Hort im Gartenhaus“ wurde im August 2005 vom Netzwerk Spielkultur in freier Trägerschaft eröffnet.
Der Hort arbeitet im Kooperationsverbund mit den Kinder- und Schülerläden „Obst & Gemüse“ und „Blechkuchen“ zusammen, die einen Kooperationsvertrag mit der Grundschule Marie geschlossen haben.
Im „Hort im Gartenhaus“ werden 62 Kinder von vier Pädagogen, Praktikanten und pädagogischen Honorarkräften betreut. Die Kinder sind in drei Gruppen aufgeteilt. Trotz Einteilung in Gruppen können sich die Kinder jederzeit beliebig begegnen, sowohl beim Mittagessen und bei den Hausaufgaben als auch beim freien Spiel und bei den gruppenübergreifenden Angeboten, die jeden Nachmittag stattfinden.
Der Hort ist Montag bis Freitag von 11.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Nach Absprache wird auch eine Betreuung zwischen 6.00 und 7.30 Uhr angeboten. In den Ferien ist von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Freies Spiel hat trotzdem einen hohen Stellenwert in unserer Einrichtung, damit sie durch Erfahrung lernen und sich frei entfalten können.
In unserem Hort können die Kinder Räume nutzen, um auch durch Ruhephasen schulische wie andere äußere Eindrücke zu verarbeiten.
Die Kinder können, in einem dafür vorgesehenem Raum ihre Hausaufgaben anfertigen und werden dabei betreut.
Unser pädagogischer Ansatz ergibt sich aus systemischer Betrachtung und situativer Arbeitsweise. Im Fordergrund steht, die Kinder in ihrem gesamten Lebensraum zu sehen, um dann auch längerfristig ihre Möglichkeiten und sozialen Kompetenzen zu fördern. Dies realisiert sich durch die Arbeit mit den Kindern im Gruppenprozess, in der Arbeit mit einzelnen Kindern und dem engen Kontakt zu den Eltern.
Tagesablauf und Wochenplan
Für
die Hortkinder ist der Tagesablauf durch einen festen Rahmen mit
flexiblen Bestandteilen gekennzeichnet. Die Hauptelemente der
Nachmittagsgestaltung sind der pädagogische Mittagstisch,
Entspannungsphase, Anfertigen der Hausaufgaben und Teilnahme an
gruppenübergreifenden Angeboten bzw. freies Spielen. Die zeitliche
Abfolge dieser Elemente und die konkrete Gestaltung richten sich
jeweils nach den Bedürfnissen der Kinder und organisatorischen
Rahmenbedingungen:
Die Kinder erhalten im Hort ein warmes Mittagessen. Für die Mahlzeit die in mehreren Etappen im Essenraum angeboten wird, wird eine entspannte angenehme Atmosphäre geschaffen. Das gemeinsame Essen dient nicht nur dem Hungerstillen, sondern soll eine Gelegenheit der Begegnung und Kommunikation sein. Nach dem Essen können die Kinder sofort ihre Hausaufgaben erledigen oder sich zunächst individuell beschäftigen, indem sie sich zur Entspannung in die Kuschelcke oder Leseraum, zur kreativen Tätigkeit in den Bastel- oder Legoraum begeben, oder aber ihrem Drang nach Bewegung auf den Spiel- u Bolzplatz der Marie oder im Bewegungsraum nachgehen.
In der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr können die Kinder verschiedene Werkstätten und Angebote aufsuchen oder an längerfristigen Projekten teilnehmen. Bewegungsorientierte Angebote wie Jonglage, Diabolo, Devilstick, Fußball finden nicht nur im Haus, sondern auch auf Spielplätzen und Freiflächen der Umgebung sowie in der der neuen Turnhalle statt. Handwerkliche und künstlerische Angebote unter fachlicher Anleitung, wie Töpfern, Tischlern, Körbe flechten, Theater spielen, Märchen gestalten, Filzen, Malen, Kochen, Backen, Medien ausprobieren oder Musik machen im Dachgeschoss, in der zweiten und ersten Etage und im Keller des Freizeithauses, gehören zu den regelmäßigen Angeboten, wie auch das Hütten bauen auf dem ASP-Marie, soweit es die Witterung zulässt
Zu den Angeboten zählt auch, das Haus für Ausflüge zu verlassen. Die Kinder können, Tiere füttern, streicheln und vielleicht auch reiten in der Jugendfarm Moritzhof, schmieden auf dem ASP Kolle 37 und sich an der Kletterwand ausprobieren. Auch Ausflüge ins Kino, Theater und in Ausstellungen werden in regelmäßigen Abständen angeboten. Ausflüge an weiter entfernte Orte wie Strandbäder, Naturwälder oder Erlebnisparks können vor allem in den Ferien unternommen werden.
Wie viele Angebote pro Nachmittag parallel stattfinden, wird sich nach dem Interesse und der Nachfrage der Kinder, aber auch nach finanziellen Möglichkeiten richten. Die Kinder können sich, ggf. mit Hilfe der Betreuer, frei entscheiden, an welchem der gruppenübergreifenden Angebote sie teilnehmen wollen oder auch nicht. Denn auch zeitliche und räumliche Möglichkeiten zur freien Beschäftigung wie Malen, Brettspiele spielen, Bauen, Lesen, Musik hören, Toben, Tischtennis spielen, Kickern oder „Garnichtsmachen“ sind jederzeit vorhanden.
Von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr können sich die Kinder zum Nachmittagsimbiss mit Müsli, Obst oder Gemüse bedienen.
An einem festen Tag im Monat findet die Kinderkonferenz statt, auf der die Wochen besprochen werden, Kinder Vorschläge und Kritik einbringen können und Regeln gemeinsam erarbeiteten. Dies ist auch ein Rahmen, um Konflikte zur Sprache zu bringen und nach Lösungen zu suchen. Während der Schulferien wird nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Witterungsverhältnissen, ein Ferienprogramm gemeinsam aufgestellt und durchgeführt.
Jährlich immer wiederkehrende Höhepunkte sind das gemeinsame Gestalten und Durchführen von Kindergeburtstagen, Faschings- und Weihnachtsfeiern, Haus- Hort- und Schulfeste.